Aktuelles

  • Art des Monats
    Ein Männchen der Gestreiften Quelljungfer. Unterschiedliche Quelljungferarten erkennt man an Anzahl und Form der gelben Querbinden auf dem Hinterleib. © Foto: Yurii Zushcyk/AdobeStock

    Schwer zu entdecken: Libellen im Wald

    Die Gestreifte Quelljungfer ist nicht ganz so selten, wie lange vermutet – schwer zu entdecken ist sie dennoch. In ihren oft abgelegenen Habitaten, an winzigen Bächen, im Halbschatten der Wälder, werden keine Libellen vermutet. Aufmerksame Beobachter können jedoch schon im späten Frühjahr frisch geschlüpfte „Waldlibellen“ finden, im Flug sind sie meist ab Juni zu beobachten. Aufgrund ihrer jahrelangen Entwicklungszeit ist die Quelljungfer ein Langzeitindikator für den Zustand von Quellgewässern. Sie ist unsere Art des Monats Mai.

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  • Pressemitteilung
    Rote Liste der Hundertfüßer und Doppelfüßer Deutschlands.

    Rote Liste: Wichtige Bewohner unserer Böden bedroht?

    Die Mehrzahl der in Deutschland vorkommenden Hundertfüßer und Doppelfüßer gilt derzeit als „Ungefährdet“. Diese positive Nachricht darf jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass 42 der insgesamt 182 in Deutschland etablierten einheimischen Arten und Unterarten ausgestorben, bestandsgefährdet oder extrem selten sind. Das zeigt die neue Rote Liste der Hundertfüßer und Doppelfüßer, die das Bundesamt für Naturschutz gemeinsam mit dem Rote-Liste-Zentrum jetzt veröffentlicht hat. So ist beispielsweise der erst kürzlich in Deutschland wiederentdeckte Meeres-Hundertfüßer (Strigamia maritima) vom Aussterben bedroht.

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  • Art des Monats
    Mit seiner, schlanken, zylindrischen Gestalt und dem charakteristischen seidenmatten Glanz ist der Gemeine Gepunktete Schnurfüßer ein auffälliger Bewohner in einem verborgenen Lebensraum. Foto: Axel Steiner.

    Ein verborgener Holzbewohner unserer Wälder

    Mit einer Körperlänge von nur 13 bis 28 Millimetern gehört der Gemeine Gepunktete Schnurfüßer nicht gerade zu den auffälligen Bewohnern des Waldes. Schlank, zylindrisch und mit einem seidenmatten Glanz, bewegt sich dieser Doppelfüßer eher gemächlich durch ein verborgenes Reich. Wer ihn entdecken will, muss nicht auf Wiesen oder unter Laub suchen, sondern im morschen Holz. Unter der lockeren Rinde alter Stubben oder im feuchten Mulm abgestorbener Äste und Baumstämme ist er besonders gut zu finden. Die Art zeigt damit eine für Doppelfüßer ungewöhnlich starke Bindung an verrottendes Holzmaterial.

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  • Veranstaltung
    Rote Liste-Beirat

    Wahl des Rote-Liste-Beirats – Vorstellung der Kandidaten und Kandidatinnen

    Am 21. April 2026 stellen sich die Kandidatinnen und Kandidaten für den neuen Rote-Liste-Beirat vor, im Mai wird per Briefwahl abgestimmt. Der RL-Beirat ist ein dem Rote-Liste-Zentrum beigeordnetes Gremium, das den oftmals ehrenamtlich tätigen Experten und Expertinnen eine Mitwirkung bei der allgemeinen Entwicklung und Gestaltung der Roten Listen auf Bundesebene ermöglichen soll. Wahlberechtigt sind die Koordinatoren und Koordinatorinnen sowie die von ihnen benannten Mitarbeitenden an den Roten Listen.

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  • Pressemitteilung
    Der Mosel-Apollofalter ist vom Aussterben bedroht. Er kommt weltweit nur in Deutschland vor

    Weniger Schmetterlinge in Deutschland

    Fast die Hälfte der 207 in Deutschland etablierten Arten und Unterarten der Tagfalter und Widderchen sind mittlerweile bestandsgefährdet oder bereits ausgestorben. Rund einem Viertel der Arten geht es inzwischen schlechter als vor 14 Jahren. Einige wenige – zumeist wärmeliebende Arten – konnten sich erholen. Das zeigt die neue Rote Liste der Tagfalter und Widderchen, die vom Bundesamt für Naturschutz gemeinsam mit dem Rote-Liste-Zentrum veröffentlicht wurde und jetzt als Printversion erhältlich ist. Die intensive Landwirtschaft gilt weiterhin als Hauptursache des Rückgangs von Schmetterlingen.

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Artenportraits

Wirbeltiere

35 %

der Wirbeltiere

Wirbeltiere

32 %

der wirbellosen Tiere

Wirbeltiere

32 %

der Pflanzen

Wirbeltiere

23 %

der Pilze und Flechten

sind bestandsgefährdet oder bereits ausgestorben *

* bezogen auf die Grundgesamtheit der untersten taxonomischen Ebene von bewerteten Indigenen und Archäobiota (exklusive Neobiota). Wirbeltiere: N = 585; wirbellose Tiere: N = 16908; Pflanzen: N = 8575; Pilze und Flechten: N = 10069.

Feuersalamander (Salamandra salamandra). Foto: Mirko Paric.
Der Feuersalamander (Salamandra salamandra) gehört zu jenen Arten, für deren weltweite Erhaltung Deutschland eine besondere Verantwortung hat. Der Feuersalamander steht symbolisch für das Bundesprogramm Biologische Vielfalt. © Foto: Mirko Paric.

Das Rote-Liste-Zentrum

Als zentrale Koordinationsstelle übernimmt das Rote-Liste-Zentrum im Auftrag des Bundesamtes für Naturschutz (BfN) die Gesamtkoordination aller bundesweiten Roten Listen der Tiere, Pflanzen und Pilze Deutschlands. Rote Listen sind wissenschaftliche Fachgutachten und dienen der Information der Öffentlichkeit über die Gefährdungssituation der Arten; sie werden vom BfN herausgegeben. Wesentliche Aufgabe des Rote-Liste-Zentrums ist die fachliche, organisatorische und finanzielle Unterstützung der Art-Spezialisten und -Spezialistinnen.

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